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Eine Grafik mit steigenden Preisen.

KI: Explodierende Kosten für fragwürdigen Nutzen?

Auch im Jahr 2026 geht der KI-Hype ungebremst weiter. Aber immer mehr Unternehmen berichten von explodierenden Kosten und fragwürdigem Nutzen.

12. Juni 2026

Technologieentwicklung

Beinahe monatlich bringen Hersteller von KI-Werkzeugen neue und noch leistungsstärkere Modelle heraus. Diese neuen Modelle ermöglichen auch neue Anwendungsfälle und eine höhere Genauigkeit.

Während die Hersteller von sinkenden Kosten und gesteigerter Effizienz schwärmen, sieht die Kostenrechnung bei vielen Unternehmen aber anders aus. Es häufen sich Berichte, dass die Nutzung von KI unerwartet hohe Kosten verursacht und KI-Budgets oft weitaus schneller verbraucht sind als erwartet. In vielen Fällen wird auch von fragwürdigen Ergebnissen berichtet. Zumindest scheint es eine Diskrepanz bei der Kosten-Nutzen-Erwartung zu geben.

Tokenverbrauch

Auf der einen Seite sind KI-Modelle bei den Kosten pro Token über die Zeit deutlich günstiger geworden. Das führen die Hersteller auch immer als positives Argument an und das lässt sich objektiv auch nachvollziehen.

Der zweite Teil der Wahrheit ist allerdings, dass der Tokenverbrauch in der gleichen Zeit exponentiell angestiegen ist. Aktuelle KI-Modelle können mit viel größeren Tokenmengen gleichzeitig arbeiten und brauchen auch signifikant mehr Tokens für eine Aufgabe. Die Ergebnisse werden besser, aber der Ressourcenverbrauch in Form von Tokens steigt ebenfalls massiv an. Und zwar um ein Vielfaches verglichen mit der Leistungsfähigkeit.

Kosten und Profite

So wird die Anschaffung und der Betrieb immer größerer Recheninfrastruktur zunehmend zu einem Problem für die Hersteller.

Anfangs wurden Nutzer noch durch günstige Abo-Modelle gelockt. Nach und nach werden aktuelle Modelle aber auf eine Abrechnung pro Token umgestellt. Die Nutzer sollen zukünftig für die massiv gestiegene Rechenleistung bezahlen.

Dazu kommt, dass aktuell alle KI-Hersteller hochgradig defizitär sind. Es werden Dutzende Milliarden US-Dollar pro Jahr verbrannt. Geld, das sich die Hersteller bei Investoren leihen. Und Investoren wollen irgendwann eine Rendite erwirtschaften.

Es ist absehbar, dass die Hersteller ihre Preise deutlich erhöhen müssen, um irgendwann in eine Gewinnzone zu kommen. Einige Experten gehen von Preissteigerungen um ein Vielfaches aus, bis überhaupt Gewinne möglich sind. Bis sich die enormen Investitionen dann rentieren, müssten die Umsätze der KI-Hersteller in riesigem Maße steigen. Und eine höhere Nutzung würde wieder stark steigende Infrastrukturkosten verursachen. Der einzige realistische Ausweg sind massiv steigende Preise für Kunden.

Empfehlungen

  • Wenn Sie KI-Modelle nutzen, achten Sie verstärkt auf Preiserhöhungen und Anpassungen der Nutzungsbedingungen.
  • Bewerten Sie kritisch, welchen Nutzen Ihnen KI-Modelle in Relation zum Preis bringen.
  • Prüfen Sie, ob Sie immer das größte oder aktuellste KI-Modell brauchen oder ob auch kleinere, günstigere Modelle für Ihre Anwendungsfälle ausreichend sind.
  • Machen Sie sich in Ihrer täglichen Arbeit nicht von KI-Modellen abhängig.
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