Datenleck
Bei einem Anbieter von Software für Autohäuser kam es nach ersten Erkenntnissen zum Abfluss zahlreicher Daten. Unbekannte Täter sollen umfangreiche Informationen über Autokäufe erbeutet haben. Dazu gehören auch sensible Daten wie Auftrags- und Rechnungsnummern, Zahlungsbeträge, Liefertermine und persönliche Kontaktdaten der Käufer.
Die Software wird bei Autohäusern verschiedener Marken deutschlandweit eingesetzt. Besonders betroffen scheinen aber Autohäuser der Marke VW zu sein. Nach bisherigen Recherchen werden jährlich Autokäufe im Milliardenvolumen mit der Software abgewickelt. Die Zahl der betroffenen Kunden könnte daher hoch sein.
Phishingwelle befürchtet
Aufgrund des Umfangs und des hohen Detailgrads der Daten warnt der Anbieter davor, dass es zeitnah zu großen Phishingwellen kommen könnte. Mit den abgeflossenen Daten ließen sich täuschend echte Zahlungsaufforderungen oder andere authentisch wirkende Nachrichten erstellen.
Der Anbieter und die Polizei warnen explizit davor, vorschnell auf eine Nachricht zu reagieren. Besser soll im Zweifelsfall im Autohaus nachgefragt werden.
Empfehlungen
Wenn Sie in den letzten Monaten ein Auto bestellt haben oder noch auf eine Auslieferung warten, sollten Sie wachsam sein.
Wenn Sie ungewöhnliche Nachrichten oder Zahlungsaufforderungen erhalten, wenden Sie sich direkt an Ihr Autohaus.
Achten Sie bei Überweisungen auf die Überprüfung des Empfängernamens. Wenn IBAN und Empfänger nicht zusammen passen, sollten Sie besonders wachsam sein.
Wenn Sie bereits eine verdächtige Zahlung veranlasst haben, wenden Sie sich umgehend an Ihre Bank, um die Zahlung zu stoppen oder zurückzuholen.
