Studie
Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat im Auftrag der FRITZ! GmbH eine Routerstudie zu verbreiteten Home-Routern in Deutschland durchgeführt. Die Studie finden Sie hier.
Die Methodik und die Konzeption der Auftragsarbeit können zwar kritisiert werden, aber es stehen trotzdem einige interessante Erkenntnisse in der Studie.
Router in Gefahr
Der wichtigste Punkt der Studie ist die zunehmende Gefahr für Router. Die Anzahl der gefundenen kritischen Lücken nimmt dauerhaft zu und betrifft alle Akteure am Markt. Immer wieder sind selbst aktuelle Router anfällig für Cyberangriffe und müssen mittels Sicherheitsupdates nachträglich geschützt werden.
Problematisch dabei ist: Viele Nutzer wissen nicht einmal, welchen Router sie genau nutzen, ob dieser aktuell ist und ob Sicherheitsupdates installiert werden. Als Tor zum Internet stellt der Router aber eine wichtige Komponente im Basisschutz jedes Netzwerks dar.
Unterschiedlicher Support
In der Studie wurde außerdem festgestellt, dass sich die Art und die Zeiträume der Unterstützung einzelner Routermodelle stark nach Hersteller unterscheiden.
Nicht alle Router am Markt haben eine automatische Updatefunktion, viele Hersteller kommunizieren Sicherheitsupdates nicht aktiv und der Support wird selbst bei aktuellen Modellen teilweise nach wenigen Jahren schon eingestellt.
Voll funktionsfähige Router werden damit schneller zum Sicherheitsrisiko, als viele Nutzer erwarten.
Empfehlungen
- Prüfen Sie, welchen Router Sie aktuell nutzen.
- Prüfen Sie über die Herstellerwebseite, ob Ihr Router noch Sicherheitsupdates bekommt.
- Prüfen Sie, ob Ihr Router Updates automatisch installiert und ob der Softwarestand aktuell ist.
- Router ohne Support durch den Hersteller, sollten Sie zeitnah austauschen.
- Bei Neuanschaffungen sollten Sie immer ein aktuelles Modell kaufen.



